Geburt

Geburt

Sie finden hier Antworten auf häufige Fragen wie: wie ist der Ablauf einer natürlichen Geburt? Und wie können Wehen-Schmerzen gelindert werden?

Schematische Darstellung einer Geburt in 3 Phasen

Phase 1

Phase 1

Phase 2

Phase 2

Phase 3

Phase 3

Schmerzlinderung

Je nach Entbindungsort gibt es eine breite Auswahl möglicher schmerzlindernder Massnahmen. Diese Massnahmen sollen sowohl körperliches wie emotionales Wohlbefinden unterstützen. Bewegung und Positionswechsel, Massagen, Duftessenzen, Entspannungsbäder und komplementäre Methoden können helfen, den Geburtsschmerz zu verarbeiten.

Reichen diese Möglichkeiten nicht aus, so kommt eine Periduralanästhesie (PDA) oder bei weit fortgeschrittener Geburt eine Spinalanästhesie zur Anwendung.

Hier können Sie eine Informationsbroschüre für Schwangere (PDF) zum Thema Periduralanästhesie, herausgegeben von den Schweizer Gesellschaften für Gynäkologie und Geburtshilfe und für Anästhesie, ansehen.

Glossar

Epidural- (EDA) bzw. Periduralanalgesie (PDA)

Pharmakologische Schmerzlinderung via Epiduralraum (Zwischenraum zwischen Rückenmarkshaut und Wirbelbogen)

Allgemeinanästhesie (Narkose)

Vorübergehende Ausschaltung von Bewusstsein und Schmerzempfindung, Dämpfung willkürlicher und unwillkürlicher (Atmung) Muskelfunktionen.

Epidural- (EDA) bzw. Periduralanästhesie (PDA)

Pharmakologische Schmerzausschaltung bei erhaltenem Bewusstsein und unter Ausfall der willkürlichen Muskelfunktionen in der unteren Körperhälfte via Epiduralraum (Zwischenraum zwischen Rückenmarkshaut und Wirbelbogen)

Spinalanalgesie

Pharmakologische Schmerzlinderung via Spinalraum (flüssigkeitsgefüllter Raum, der Rückenmark und Spinalnerven umgibt)

Spinalanästhesie

Pharmakologische Schmerzausschaltung bei erhaltenem Bewusstsein und unter Ausfall der willkürlichen Muskelfunktionen in der unteren Körperhälfte via Spinalraum (flüssigkeitsgefüllter Raum, der Rückenmark und Spinalnerven umgibt)

Opioide bzw. Opiate

Starke Schmerzmittel (Betäubungsmittel)

Geburt nach vorangegangenem Kaiserschnitt

Schwangere mit vorangegangenem Kaiserschnitt haben vor der Geburt des nächsten Kindes einige besondere Überlegungen anzustellen. Grund dafür ist die Narbe in der Wand der Gebärmutter. Sie kann wie jede Narbe am Körper eine Schwachstelle im Gewebe bilden und während der Geburt überdehnt werden und reissen.

Deshalb gilt es zu überlegen, ob eine natürliche (vaginale) Geburt versucht oder ein Kaiserschnitt geplant werden soll. Solange nicht klare Gründe einen geplanten Kaiserschnitt angezeigt erscheinen lassen, steht grundsätzlich die Wahl zwischen diesen zwei Möglichkeiten offen.

Mögliche Probleme beim Versuch zu einer Geburt auf natürlichem Weg nach vorangegangenem Kaiserschnitt: Die weitaus meisten Schwangerschaften und Geburten nach vorangegangenem Kaiserschnitt verlaufen komplikationslos.

Ein Riss der Narbe kann während der Geburt auftreten (betrifft 7 von 1’000  Versuchen einer natürlichen Geburt). Das Risiko für einen Riss wird stark beeinflusst von Faktoren wie der früheren Wundheilung, der Operations-Technik, notwendiger Geburts-Einleitung oder dem zeitlichen Abstand zum letzten Kaiserschnitt. Viele Risse bleiben unbemerkt und ohne Folgen. Etwa jeder fünfte Riss führt zu Komplikationen, die für Mutter und Kind gefährlich werden können. Dies betrifft also etwa 1 – 2 von 1’000 dieser Geburten.

  • Mögliche Vorteile der vaginalen Geburt:
    Unverletzte Gebärmutter, keine Bauchwunde, geringerer Blutverlust, kürzerer Spitalaufenthalt, geringere Kosten, persönliches Erlebnis der Geburt, geringere Schmerzen nach der Geburt.
  • Mögliche Vorteile eines geplanten Kaiserschnitts:
    Vermeidung von Verletzungen des sog. Geburtsweges und von notfallmässigen Entbindungs-Operationen. Auch ein korrekt ausgeführter Kaiserschnitt vermag keinen absoluten Schutz für Mutter oder Kind zu gewähren. Beim geplant durchgeführten Kaiserschnitt sind die Risiken für Mutter und Kind insgesamt kleiner als beim notfallmässigen Kaiserschnitt, wenn die vaginale Geburt nicht erfolgreich ist.
  • Risiken bei einem Kaiserschnitt:
    Vorübergehende Anpassungs-Störungen des Kindes (Atemprobleme); selten Anlage des Mutterkuchens bei späterer Schwangerschaft in der Narbe der Gebärmutter-Wand (1 von 1‘000 nach dem ersten Kaiserschnitt, Risiko steigend mit jedem Kaiserschnitt; bedeutsam wegen möglicher schwerer Blutungen). Die meisten der genannten Risiken sind bei einem geplant durchgeführten Kaiserschnitt seltener als bei einem notfallmässigen, z.B. wegen Schwierigkeiten bei der vaginalen Geburt, durchgeführten Kaiserschnitt.

Für Ihre individuelle Entscheidungsfindung empfiehlt sich immer das persönliche fachärztliche Gespräch.

Dr. med. Marina Etienne-Turchi

Dr. med. Marina Etienne-Turchi

Fachärztin FMH Gynäkologie und Geburtshilfe
Frauenpraxis am See
Alpenstrasse 1
6004 Luzern

Tel.: 041 410 70 66
Fax: 041 410 67 28

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Dr. med. Anne-Catherine Girard Netzer

Dr. med. Anne-Catherine Girard Netzer

Fachärztin FMH Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie
Frauenpraxis am See
Alpenstrasse 1
6004 Luzern

Tel.: 041 410 50 03
Fax: 041 410 67 28

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Dr. med. Stefanie Amann

Dr. med. Stefanie Amann

Fachärztin FMH Gynäkologie und Geburtshilfe
Frauenpraxis am See
Alpenstrasse 1
6004 Luzern

Tel.: 041 410 67 27
Fax: 041 410 67 28

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